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Ankündigung des Neumondfestes 2008 Deutsche Welle sendet Bericht über Neumondfest Ankündigung des Neumondfestes 2007 Plakat zum Neumondfest Veranstaltungen des Forum Wuxi-Leverkusen in den Jahren 2005/2006 Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi - eine Einbahnstraße? Vortrag Dr. Woesler, Universität Witten-Herdecke, "Denken Chinesen anders?" **********
Neumondfest 2009 Das Neumondfest 2009 bestätiget im rheinischen Sinne eine Tradition, denn es war das dritte in einer Reihe: 2007 die große Gala, 2008 die Party aus Anlass der Olympiade, und dann 2009 eine Um die Wirtschaftspartnerschaft der Stadt Leverkusen mit Wuxi in der Provinz Jiangsu im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, haben wir zusammen mit der Stadt das Neumondfest in Anlehnung an das chinesische Mondfest geschaffen. In der Pause konnte man sich an einem köstlichen chinesischen Buffet laben. **********
Im vergangenen Jahr hat sich das Forum Wuxi-Leverkusen in einer China-Woche dem Leverkusener Publikum vorgestellt. Auftakt dazu war eine Gala, die sicher noch in guter Erinnerung ist. In diesem Jahr möchten wir wieder ein besonderes Ereignis bieten. In Zusammenarbeit mit dem Sportpark Leverkusen gestalten wir eine Weltsportfest-Party in der Wilhelm-Dopatka-Halle. Ein reichhaltiges Programm wird den Abend kurzweilig gestalten.
· Auf einer Großleinwand werden Ereignisse vom Weltsportfest in Peking zu sehen sein,
· Gespräche mit Sportlern und Trainern erläutern die Ergebnisse, · Geschichtliches zum Sport in China zeigt andersartige Entwicklung auf, · chinesische Speisen sorgen für Ihr leibliches Wohl und · chinesische Musiker geben Ihnen das Gefühl, mitten dabei zu sein im Land der des Weltsportfestes 2008. Durch das Programm führt Wolfgang Roeske. Lesen Sie weiter unter www.neumondfest.de (klingt "Weltsportfest 2008" in Peking nicht lächerlich??? Muss aber sein, sonst droht wegen der Benutzung des geschützten wahren Namens des Ereignisses eine kostenträchtige Abmahnung!!!)
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Ankündigung von Chinesisch-Kursen an der VHS Leverkusen
Ankündigung:
Neumondfest im Neuland - Park | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. | 13. 12. 2005: | Gründung des Vereins mit 18 Gründungsmitgliedern. Geschäftsstelle FDP Fraktion, Dönhoffstr. 99 |
| 2. | 09. 01 .2006: | Erste Vorstandsitzung in GS Döhnhoffstr., Aufnahme von 13 neuen Mitgliedern, Besprechung einer Agenda |
| 3. | 31. 01. 2006: | Mitgliederversammlung in GS Dönhoffstr. , mit 21 Teilnehmern, gegenseitige Vorstellung der jeweiligen China-Beziehungen und Interessen |
| 4. | 09. 03. 2006: | Düsseldorf China Center DCC, Königsallee; gemeinsames Essen des FWL im DCC-Restaurant zusammen mit dem Wuxi-Repräsentanten in Deutschland., mit 31 Teilnehmern |
| Mitgliederstand Ende März 2006 : 44 Mitglieder | ||
| 5. | 15. 05. 2006: | Teilnahme am Wuxi-business-Empfang des DCC, anschließend Kontakt- gespräche und Buffet.: ca 15 Mitglieder waren dabei. |
| 6. | 16. 05. 2006: | Grundsteinlegung für den Drachen-Pavillon, Geschenk der Stadt Wuxi für Leverkusen, in Gegenwart des Oberbürgermeisters Mao und Bürgermeisterin Goldmann sowie Lanxess-Spitze Dr. Wienkenhöver im Neulandpark. Erstes offizielles Auftreten des FWL in der Öffentlichkeit Leverkusens, Ansprache des FWL-Sekretärs Dr. Naumann und Geschenkübergabe durch FWL Mitglied Menrath . ca 20 FWL-Teilnehmer anwesend, z.T. in Doppelfunktion. Betreuung der drei chinesischen Erbauer des Pavillons, Herr Jiang, Herr Jiang und Herr Jiang durch FWL - Mitglieder (Köln-Besuche, private Einladungen zu Hause, Rundfahrt durch das gesamte Stadtgebiet von Leverkusen) |
| 7. | 21. 06. 2006: | Einweihung des Drachenpavillons durch Oberbürgermeister Küchler und Lanxess-Spitze. Dr. Wienkenhöver, ca 20 Mitglieder des FWL anwesend. Ansprache der FWL - Vorsitzenden Meier-Engelen und Geschenkübergabe durch FWL Mitglied Menrath. |
| 8. | 22. 06. 2006: | Vortrag von FWL Mitglied Dr. Baur über Maos Langen Marsch, Hotel Best Western in Leverkusen. 24 FWL Teilnehme |
| 9. | 29. 06. 2006: | Vorträge von Lanxess- Personalchef Zhengrong Liu und Prof Hermann Pillath, Sino-German School of Governance, Witten-Nanking mit FWL-Mitglied Schmidt ( Internat. Abt. Bundsministerium f. Arbeit und Soziales) als Moderator. Vortragssaal Fernuni. Leverkusen - Hagen in Wiesdorf, ingesamt 56 Zuhörer |
| 10. | 04. 07. 2006: | Führung durch die Xian-Kaisergräber-Ausstellung Bundeskunsthalle Bonn . 21 FWL Mitglieder |
| 11. | 18. 07. 2006: | Teilnahme am Barbeque im DCC mit 8 Personen |
| 12. | 29. 08. 2006: | Vortrag von Dr. Woesler, Uni Witten-Herdecke, Vorstandsmitglied Deutsche China-Gesellschaft. Titel : "Denken Chinesen anders?". 60 Teilnehmer. Hotel Best Western. |
| 13. | 26. 09. 2006: | Vortrag FWL - Mitglied , Oberbürgermeister Ernst Küchler "Perspektiven und Möglichkeiten der Wirtschaftspartnerschaft von Wuxi und Leverkusen", Hotel Best Western |
| Mitgliederstand 14.9.06 : 60 Personen | ||
| Monatliche Vorstandssitzungen mit Gästen |
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| in Planung : | -Veranstaltung mit Harald Schartau, MdL, China - Beauftragter des Landtages NRW, -Vortrag über Kulturrevolution persönlich erlebt, -Vortrag über traditionelle chinesische Keramikkunst und moderne chinesische Malerei, -zweiter Vortrag von Dr. Woesler. Stand: 15. 09. 2006 |
Zur Veranstaltung am 26. September 2006:
Vor gut gefülltem Saal stellte Oberbürgermeister Ernst Küchler auf Einladung des Forum Wuxi - Leverkusen seine Sicht auf die Möglichkeiten und Perspektiven der Wirtschafts-
partnerschaft mit der chinesischen Stadt Wuxi dar.
Seine interessanten Ausführungen zur Geschichte der Leverkusener Städtepartnerschaf-
ten öffnete den Blick dafür, dass sie Ausdruck eines Zeitgeistes sind, wobei allerdings Leverkusener Eigensinn sich darin dokumentierte, dass die Stadt Verbindung zur damals jugoslawischen Stadt Ljubljana aufnahm, während um uns herum Partnerschaften mit französischen Städten entstanden.
So ist auch die Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi, dieser Millionenstadt - 120 km westlich von Shanghai gelegen - aus der Zeit zu verstehen. China hat sich geöffnet, China drängt in die Märkte, Wirtschaft wird global betrieben, moderne Verkehrsmittel bringen Nähe.
An diesem Prozess, den große Leverkusener Firmen längst mitgestalten, nimmt die Stadt mit Aufnahme der Partnerschaft aktiv teil. "Wir können den Kopf nicht in den Sand
stecken" oder uns durch die Beschwörung einer "gelben Gefahr" mutlos machen lassen. Wir haben viel zu bieten und stellen uns den Problemen," betonte Oberbürgermeister Küchler.
Dass sich mit Wuxi nicht eine Partnerschaft im üblichen Sinne anbot, sieht er z.B. darin begründet, dass die sonst Städtepartnerschaften tragenden Bürgerbegegnungen mit China auf Grund der Reisekosten schwer darstellbar sind. Dafür lassen sich aber Kontakte auf elektronischem Wege heute schon leicht bewerkstelligen. Dass es mit dem Forum Wuxi - Leverkusen bereits einen Verein gibt, der die Partnerschaft begleitet, durch Vermittlung von Kenntnissen über Land und Leute China den Menschen in Leverkusen näher bringt, begrüßte er sehr.
Dieses Näherkommen möchte er z. B. durch eine China-Woche in Leverkusen noch begünstigen. Die Planungen für diese Veranstaltung im nächsten Jahr sollen schon bald aufgenommen werden.
Die Einordnung der noch jungen Partnerschaft in das politische Geschehen in Leverkusen ergänzte Heinz - Dieter Roeloffs von der Wirtschaftsförderung Leverkusen durch beeindruckende Bilder von Bayer und Lanxess in Shanghai und Wuxi, gefolgt von einem Film, mit dem sich die Stadt Wuxi vorstellt. Er hob in seinen Ausführungen vor allem auch die Möglichkeiten wirtschaftlicher Kontakte hervor.

Zur Veranstaltung am 29. August 2006:
Dr. Martin Woesler, Sinologe und Dozent an der Universität Witten-Herdecke, lockte mit seinem Vortrag "Denken Chinesen anders?" mehr als fünfzig Teilnehmer in das Best Western Hotel. Erfreulich war auch die große Anzahl unserer chinesischen Freunde, die eigens aus Düsseldorf angereist waren.
Die Auflösung der Frage wurde recht spannend hinausgezögert, indem Dr. Woesler klar machte, dass Chinesen dank ihrer Schrift in "Piktogrammen" sehr viel schneller Texte erfassen können. Daran schlossen sich höchst spannende Ausführungen über den Zusammenhang von Schrift und Sprache in China an. Dass Chinesen aber grundsätzlich nicht anders denken als Deutsche, könne man z.B. an einem deutschen Kind beobachten, das in China groß wird oder einem chinesischen, das in Deutschland groß wird.
Mit einer Fülle von Beispielen wies der Referent auf unterschiedliche Denk- und Verhal-
tensweisen hin, die sich aus dem jeweilig anderen kulturellen Hintergrund entwickelt
haben.
Für das gegenseitige Verständnis hat dieser Vortrag so manche Einsicht gebracht. Die Zuhörer dankten mit tüchtigem Applaus.
Für das Forum Wuxi-Leverkusen überreichte seine Vorsitzende Hiltrud Meier-Engelen Herrn Dr. Woesler das Buch von Herrn Dr. Finckh über die Sammlung Morsbroich und verband es mit der Hoffnung, dass dies eine Verlockung darstelle, Leverkusen wieder zu besuchen.
Die anschließenden Unterhaltungen ergaben noch erfreuliche Einsichten darin, wie viele chinesische Studenten inzwischen den Weg an deutsche Universitäten finden.
Kurzer Bericht zum Vortrag von Prof. Martin Woesler am 12. 6. 2008 in der Fernuniversität Leverkusen zum Thema "Die historische Entwicklung des Verhältnisses China - Tibet"
Im Jahr der Olympiade in China rückte Tibet durch die gewalttätigen Demonstrationen zum Jahrestag 10.März des Aufstandes von 1959 wieder in das weltweite Interesse. Hierzu Hintergrundwissen zu vermitteln, lud das Forum Wuxi-Leverkusen Prof. Martin Woesler aus München zum Vortrag "Die historische Entwicklung des Verhältnisses China-Tibet" ein. Trotz Fußball-Fieber konnte er seine Ausführungen vor einem wohlgefüllten Hörsaal 4 der Fernuniversität halten. Um das Ende vorweg zu nehmen: Bis heute ist der völkerrechtliche Status Tibets ungeklärt. 1959 vertagte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Beratung dieser Frage auf unbestimmte Zeit. Wie konnte es zu dieser unbestimmten Lage kommen?
Früh schon gab es in der tibetischen Geschichte Verknüpfungen mit China. So heiratete 629 Songtsen Gampo, der Begründer des tibetischen Großreiches, die chinesische Prinzessin Wen Cheng. Der von indischen Mönchen nach Tibet gebrachte Buddhismus entwickelte sich durch Vermischungen mit dem Bön-Glauben zum tibetischen Buddhismus. 1240 unterstellen sich fast alle tibetischen Fürstentümer der mongolischen Herrschaft, die von Ungarn bis China reichte. Der Buddhismus wird zur geförderten Religion, der Sakya-Lama 1260 zum "Reichslehrer" ernannt. Innertibetische Konflikte führen dazu, dass 1578 Altan Khan um Schutz ersucht wurde. Er verleiht dem Abt des tibetischen Klosters Drepung den Titel "Dalai Lama", Ozean der Weisheit.
Dieses Priester-Patronats-Verhältnis lebt im 18. Jahrhundert wieder auf, als die Tibeter Hilfe bei chinesischen Truppen gegen die Dzungaren suchten. Die chinesischen Qing-Kaiser wurden so zu Förderern und Schutzherrn der Lamaismus und errichteten 1723 ein Protektorat über Tibet. Bis zum Ende der Qing-Dynastie 1911 blieb dieses bestehen.
Mit den 1911 einsetzenden Wirren in China schottet sich Tibet bis 1950 von der Welt ab, nachdem es 1913 einseitig seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Am 19. 10. 1950 marschiert die Rote Armee in Tibet ein. Im November wird der 15-jährige 14. Dalai Lama vorzeitig inthronisiert. Zusammen mit dem Panchen Lama wird er 1951 nach Peking zitiert und unterzeichnet dort das 17-Punkte-Abkommen der "friedlichen Befreiung", in dem Chinas Souveränität über Tibet anerkannt wird, im Gegenzug die Unantastbarkeit des traditionellen Regierungssystems in Tibet, die Anerkennung des Dalai Lama und die Religionsfreiheit zugesichert werden. An diese Seite des Abkommens hält sich China allerdings nicht. So kommt es 1959 zu einem Aufstand der Tibeter, die sich keineswegs friedlich befreit fühlen. Er wird blutig niedergeschlagen. Es soll 80 000 Tote gegeben haben. Der Dalai Lama kann nach Indien fliehen.
Die von Mao Zedong in den 70er Jahren ausgerufene Kulturrevolution richtet auch in Tibet verheerende Schäden an. Nur wenige Klöster beleiben unzerstört.
Der Dalai Lama legt 1987 sein 5-Punkte-Programm vor, in dem erneut auch Verhandlungen zwischen dem tibetischen und chinesischen Volk zur Klärung des zukünftigen Status Tibets gefordert werden.. Am 5. 10. 1989 erhält der Dalai Lama den Friedensnobelpreis.
Seit einigen Jahren bemüht sich China, Tibet als Touristenland zu entwickeln. Klöster werden wieder aufgebaut, ausgewählte Jugendliche als Mönche zugelassen. Eisenbahnen und Autobahnen rücken das Land näher an die dichtbevölkerten Gebiete Chinas heran. Chinesen siedeln in Tibet. In Lhasa sind die Tibeter bereits in der Minderzahl.
Jedes Jahr am 10. März erinnert die tibetische Bevölkerung in Demonstrationen an den Aufstand von 1979. In diesem Jahr kam es wieder zu Gewalttätigkeiten auch von Seiten tibetischer Mönche, etwas, dass der Dalai Lama streng verurteilt.
So blieb denn in der angeregten Diskussion die Frage, ob die inzwischen angelaufenen Gespräche zwischen der tibetischen Exilregierung und China zu einem Ergebnis führen werden.

Mit dem Neumondfest möchten wir einen anderen "neuen Blick" auf unsere Stadt eröffnen: Leverkusen im Verbund mit Städten in aller Welt, verbunden seit 2005 auch mit der Stadt Wuxi in der Provinz Jiangsu, China. Der im Mai 2006 errichtete Drachenpavillon im Neuland - Park ist ein Geschenk der Stadt Wuxi an die Stadt Leverkusen.
Wir, das Forum Wuxi - Leverkusen e.V., haben uns die Aufgabe gestellt, diese Partnerschaft aus der Bürgerschaft heraus mit Leben zu erfüllen, Kenntnisse über Land und Leute zu vermitteln, kulturellen Austausch anzustoßen, aber auch wirtschaftliche Belange zu befördern.
Um eine noch größere Aufmerksamkeit auf diese Wirtschaftspartnerschaft zu lenken, werden wir zusammen mit der Stadt die erste China-Woche in Leverkusen ausrichten unter dem Titel
Gewählt haben wir ihn in Anlehnung an das chinesische Mondfest, nur haben wir am 11. September 2007 gerade Neumond.
Für das Fest wird neben dem Drachenpavillon im Neuland - Park ein schönes großes Zelt errichtet. In einem umfangreichen Programm werden verschiedene Aspekte chinesischen Alltags beleuchtet: Kunst, Musik, Tanz, Arbeitswelt, Stadt- und Gartengestaltung, Medizin, Lukullisches...
Als Partner unserer Veranstaltung konnten wir bereits die Lanxess AG gewinnen. Herr Dr. Axel Heitmann, Vorstandsvorsitzender von Lanxess und Ehrenbürger der Stadt Wuxi hat die Schirmherrschaft für das Fest übernommen.
88m hohe Buddhastatue bei Wuxi |
Dr. Persigehl, Lanxess, erhält eine Leverkusenfahne |
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Übersetzung des Artikels aus "Wuxi Daily" vom 3. April 2007 , S. 1
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Besuch aus der deutschen Partnerstadt in Wuxi |
Das ist überhaupt etwas, was dem Besucher in Wuxi auffällt: Die vielen gepflegten Parks und die breiten Grünstreifen längs der großzügig angelegten Straßen. Bei all der rasanten Bautätigkeit achtet man doch auch auf gestalterische Elemente.
Die chinesische Stadt hatte zum Städtepartnerschaftsforum mit dem Thema "Internationalisierung der Bildung" Gäste aus aller Welt eingeladen, und sie kamen - aus Australien, Japan, Korea, Malaysia, Neuseeland, Russland, USA und vielen europäischen Staaten. Als Vertreterin der einzigen deutschen Partnerstadt von Wuxi wurde mir eine bevorzugte Behandlung zuteil, die sich zum Beispiel darin ausdrückte, dass ich gleich nach dem Kollegen aus der japanischen Partnerstadt Sagamihara meine Rede zur Bildung in Deutschland und den Angeboten in Leverkusen halten konnte. Bei einem Tagungsprogramm, das morgens um kurz nach 8 Uhr begann und bis zum späten Abend mit 26 Reden gefüllt war, konnte ich da noch der Aufmerksamkeit des Auditoriums gewiss sein.
Das Anliegen dieser Konferenz erläuterte Herr Wang Bintai, Generaldirektor der Bildungsbehörde der Provinz Jiangsu, in der Wuxi liegt. Seinen Ausführungen durfte ich u. a. entnehmen, dass man beeindruckt ist von den deutschen Bildungs- und Lehrplänen. Die Zielsetzung in der Bildung in China ist allerdings eine sehr pragmatische: Ohne gute Bildung und Ausbildung kein Fortschritt in der Wirtschaft. Dagegen stellte ich den bei uns vertretenen Ansatz, dass Bildung zunächst einmal der "Menschwerdung" dient, sich also an den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Einzelnen ausrichtet. Ist dies eingebettet in eine Erziehung zur Stärkung der sozialen Fähigkeiten, dient auch dies der Gesellschaft insgesamt.
Da keine Diskussionen vorgesehen waren - wahrscheinlich ahnte man, dass Bildungsdiskussionen ins Unendliche führen können - fanden Aussprachen beim Essen oder Tee statt. "Was können wir den Chinesen denn überhaupt noch bieten?" meinte Prof. Valeau aus Baton Rouge, USA, einer der ausländischen Berater des Wuxi Education Office. Offenbar geht auch in den USA die Furcht vor der Globalisierung um. Gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, den wir deutlich, wenn auch nicht gerade philosophisch so fassten: "Wenn wir uns aus Angst einkapseln und im Jammer baden, wird die Geschichte so mit uns umgehen, wie wir mit einer Dose Ölsardinen, die ihr Verfallsdatum überschritten hat."
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sowohl die Australier als auch die Neuseeländer aus dem Zustrom chinesischer Studierender einen blühenden Geschäftszweig gemacht haben. Wir müssen in Deutschland davon nicht ausgeschlossen bleiben, denn es wurde mehrfach betont, dass Chinesen und Deutsche in ihrer Einstellung zu Bildung und Arbeit vieles gemeinsam haben. Ein Lehrer der Berufsschule sagte uns sogar, dass ihm das Erlernen der deutschen Sprache viel leichter gefallen sei als das Englische, es sei systematischer!
Der nächste Tag war der Besichtigung der Universität und von Schulen gewidmet. Ein Blick in die Berufsschule belehrte uns: Hier ist man auf modernstem Stand. Einer der Maschinensäle ist mit Unterstützung der Firma Bosch eingerichtet worden. Die Schülerinnen und Schüler haben ihren Arbeitsplatz bei dieser Firma in Wuxi schon so gut wie sicher.- Mit fröhlichem Blumenschwenken wurden wir in der koreanischen Schule von den Jüngsten begrüßt. Dass man dort auch früh Englisch lernt, bewies uns ein Erstklässler, als wir in seinen Klassenraum hineinkamen: "O no, o my god!"
Alle Teilnehmer lobten, dass die Stadt Wuxi zu einem solchen Bildungskongress eingeladen hat und sich an Erfahrungen anderer Länder so interessiert zeigte. Befördert wurden dabei sicherlich nicht nur die Kontakte zu Wuxi sondern auch die zwischen den vertretenen Institutionen der Gäste. So werden wir wohl in Leverkusen nicht nur Gastschüler aus Wuxi erwarten dürfen, denn ein Besuch aus Hamilton, Neuseeland, ist schon fest versprochen.
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