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Drachenpavillion im Neulandpark: Geschenk der Stadt Wuxi an Leverkusen Neulandbrücke im Neulandpark Leverkusen Stadtwappen von Leverkusen

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      Neumondfest 2009
      Ankündigung des Neumondfestes 2008
      Deutsche Welle sendet Bericht über Neumondfest
      Ankündigung des Neumondfestes 2007
      Plakat zum Neumondfest
      Veranstaltungen des Forum Wuxi-Leverkusen in den Jahren 2005/2006
      Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi - eine Einbahnstraße?
      Vortrag Dr. Woesler, Universität Witten-Herdecke, "Denken Chinesen anders?"
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Neumondfest 2009

Das Neumondfest 2009 bestätiget im rheinischen Sinne eine Tradition, denn es war das dritte in einer Reihe: 2007 die große Gala, 2008 die Party aus Anlass der Olympiade, und dann 2009 eine
chinesische Filmnacht.

Um die Wirtschaftspartnerschaft der Stadt Leverkusen mit Wuxi in der Provinz Jiangsu im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, haben wir zusammen mit der Stadt das Neumondfest in Anlehnung an das chinesische Mondfest geschaffen.
Die Filmnacht am Abend des Septemberneumonds im Kommunalen Kino, Forum, Büchelter Hof, gab mit dem Film "Die Reise des chinesischen Trommlers" Einblick in die Zen-Philosophie und bot bildgewaltige Landschaftsaufnahmen, dazu "Tiger & Dragon", ein mit vier Oscars ausgezeichneter Film.

In der Pause konnte man sich an einem köstlichen chinesischen Buffet laben.

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Neumondfest 2008 als Weltsportfest-Party

22. August 2008, Start 18:00 Uhr

Im vergangenen Jahr hat sich das Forum Wuxi-Leverkusen in einer China-Woche dem Leverkusener Publikum vorgestellt. Auftakt dazu war eine Gala, die sicher noch in guter Erinnerung ist.

In diesem Jahr möchten wir wieder ein besonderes Ereignis bieten. In Zusammenarbeit mit dem Sportpark Leverkusen gestalten wir eine Weltsportfest-Party in der Wilhelm-Dopatka-Halle.

Ein reichhaltiges Programm wird den Abend kurzweilig gestalten.

· Auf einer Großleinwand werden Ereignisse vom Weltsportfest in Peking zu sehen sein,
· Gespräche mit Sportlern und Trainern erläutern die Ergebnisse,
· Geschichtliches zum Sport in China zeigt andersartige Entwicklung auf,
· chinesische Speisen sorgen für Ihr leibliches Wohl und
· chinesische Musiker geben Ihnen das Gefühl, mitten dabei zu sein im Land der
  des Weltsportfestes 2008.

Durch das Programm führt Wolfgang Roeske.

Lesen Sie weiter unter www.neumondfest.de

(klingt "Weltsportfest 2008" in Peking nicht lächerlich???   Muss aber sein, sonst droht wegen der Benutzung des geschützten wahren Namens des Ereignisses eine kostenträchtige Abmahnung!!!)

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Ankündigung von Chinesisch-Kursen an der VHS Leverkusen

Klicken Sie hier für weitere Informationen

Die Deutsche Welle brachte einen Bericht in chinesischer Sprache am 12. 9. 2007:
Lesen Sie den gesendeten Bericht der Deutschen Welle zum Neumondfest in deutscher Übersetzung und im Original unter folgender Webadresse:

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Ankündigung:

Neumondfest im Neuland - Park
11. bis 15. September 2007


Weitere Informationen zum Fest auf der Seite Aktuelles und auf den Webseiten

Kartenbestellung für den Gala-Eröffnungsabend am 11. 9. 2007 ist dort möglich.

Nina und Henning als Kaiserpaar

Nina und Henning werben als chinesisches Kaiserpaar
für das Neumondfest im Neulandpark

Foto: AS Fotostudio Andreas Scheffel

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Das Plakat zum Neumondfest

Das Plakat zum Neumondfest,  Entwurf: Peter Lorenz, Leverkusen

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       Veranstaltungen des Forum Wuxi-Leverkusen in den Jahren 2005/2006

1. 13. 12. 2005: Gründung des Vereins mit 18 Gründungsmitgliedern. Geschäftsstelle FDP Fraktion, Dönhoffstr. 99
2. 09. 01 .2006: Erste Vorstandsitzung in GS Döhnhoffstr., Aufnahme von 13 neuen Mitgliedern, Besprechung einer Agenda
3. 31. 01. 2006: Mitgliederversammlung in GS Dönhoffstr. , mit 21 Teilnehmern, gegenseitige Vorstellung der jeweiligen China-Beziehungen und Interessen
4. 09. 03. 2006: Düsseldorf China Center DCC, Königsallee; gemeinsames Essen des FWL im DCC-Restaurant zusammen mit dem Wuxi-Repräsentanten in Deutschland., mit 31 Teilnehmern
Mitgliederstand Ende März 2006 : 44 Mitglieder
5. 15. 05. 2006: Teilnahme am Wuxi-business-Empfang des DCC, anschließend Kontakt-
gespräche und Buffet.: ca 15 Mitglieder waren dabei.
6. 16. 05. 2006: Grundsteinlegung für den Drachen-Pavillon, Geschenk der Stadt Wuxi für Leverkusen, in Gegenwart des Oberbürgermeisters Mao und Bürgermeisterin Goldmann sowie Lanxess-Spitze Dr. Wienkenhöver im Neulandpark. Erstes offizielles Auftreten des FWL in der Öffentlichkeit Leverkusens, Ansprache des FWL-Sekretärs Dr. Naumann und Geschenkübergabe durch FWL Mitglied Menrath . ca 20 FWL-Teilnehmer anwesend, z.T. in Doppelfunktion.  Betreuung der drei chinesischen Erbauer des Pavillons, Herr Jiang, Herr Jiang und Herr Jiang durch FWL - Mitglieder (Köln-Besuche, private Einladungen zu Hause, Rundfahrt durch das gesamte Stadtgebiet von Leverkusen)
7. 21. 06. 2006: Einweihung des Drachenpavillons durch Oberbürgermeister Küchler und Lanxess-Spitze. Dr. Wienkenhöver, ca 20 Mitglieder des FWL anwesend.  Ansprache der FWL - Vorsitzenden Meier-Engelen und Geschenkübergabe durch FWL Mitglied Menrath.
8. 22. 06. 2006: Vortrag von FWL Mitglied Dr. Baur über Maos Langen Marsch, Hotel Best Western in Leverkusen. 24 FWL Teilnehme
9. 29. 06. 2006: Vorträge von Lanxess- Personalchef Zhengrong Liu und Prof Hermann Pillath, Sino-German School of Governance, Witten-Nanking mit FWL-Mitglied Schmidt ( Internat. Abt. Bundsministerium f. Arbeit und Soziales) als Moderator. Vortragssaal Fernuni. Leverkusen - Hagen in Wiesdorf, ingesamt 56 Zuhörer
10. 04. 07. 2006: Führung durch die Xian-Kaisergräber-Ausstellung Bundeskunsthalle Bonn . 21 FWL Mitglieder
11. 18. 07. 2006: Teilnahme am Barbeque im DCC mit 8 Personen
12. 29. 08. 2006: Vortrag von Dr. Woesler, Uni Witten-Herdecke, Vorstandsmitglied Deutsche China-Gesellschaft. Titel : "Denken Chinesen anders?".  60 Teilnehmer. Hotel Best Western.
13. 26. 09. 2006: Vortrag FWL - Mitglied , Oberbürgermeister Ernst Küchler "Perspektiven und Möglichkeiten der Wirtschaftspartnerschaft von Wuxi und Leverkusen", Hotel Best Western
Mitgliederstand 14.9.06 : 60 Personen
 
Monatliche Vorstandssitzungen mit Gästen
 
in Planung :  
-Veranstaltung mit Harald Schartau, MdL, China - Beauftragter des Landtages     NRW,
-Vortrag über Kulturrevolution persönlich erlebt,
-Vortrag über traditionelle chinesische Keramikkunst und moderne chinesische     Malerei,
-zweiter Vortrag von Dr. Woesler.

Stand: 15. 09. 2006

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Zur Veranstaltung am 26. September 2006:

Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi - eine Einbahnstraße?

Vor gut gefülltem Saal stellte Oberbürgermeister Ernst Küchler auf Einladung des Forum Wuxi - Leverkusen seine Sicht auf die Möglichkeiten und Perspektiven der Wirtschafts-
partnerschaft mit der chinesischen Stadt Wuxi dar.

Seine interessanten Ausführungen zur Geschichte der Leverkusener Städtepartnerschaf-
ten öffnete den Blick dafür, dass sie Ausdruck eines Zeitgeistes sind, wobei allerdings Leverkusener Eigensinn sich darin dokumentierte, dass die Stadt Verbindung zur damals jugoslawischen Stadt Ljubljana aufnahm, während um uns herum Partnerschaften mit französischen Städten entstanden.

So ist auch die Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi, dieser Millionenstadt - 120 km westlich von Shanghai gelegen - aus der Zeit zu verstehen. China hat sich geöffnet, China drängt in die Märkte, Wirtschaft wird global betrieben, moderne Verkehrsmittel bringen Nähe.

An diesem Prozess, den große Leverkusener Firmen längst mitgestalten, nimmt die Stadt mit Aufnahme der Partnerschaft aktiv teil. "Wir können den Kopf nicht in den Sand
stecken" oder uns durch die Beschwörung einer "gelben Gefahr" mutlos machen lassen. Wir haben viel zu bieten und stellen uns den Problemen," betonte Oberbürgermeister Küchler.

Dass sich mit Wuxi nicht eine Partnerschaft im üblichen Sinne anbot, sieht er z.B. darin begründet, dass die sonst Städtepartnerschaften tragenden Bürgerbegegnungen mit China auf Grund der Reisekosten schwer darstellbar sind. Dafür lassen sich aber Kontakte auf elektronischem Wege heute schon leicht bewerkstelligen. Dass es mit dem Forum Wuxi - Leverkusen bereits einen Verein gibt, der die Partnerschaft begleitet, durch Vermittlung von Kenntnissen über Land und Leute China den Menschen in Leverkusen näher bringt, begrüßte er sehr.

Dieses Näherkommen möchte er z. B. durch eine China-Woche in Leverkusen noch begünstigen. Die Planungen für diese Veranstaltung im nächsten Jahr sollen schon bald aufgenommen werden.

Die Einordnung der noch jungen Partnerschaft in das politische Geschehen in Leverkusen ergänzte Heinz - Dieter Roeloffs von der Wirtschaftsförderung Leverkusen durch beeindruckende Bilder von Bayer und Lanxess in Shanghai und Wuxi, gefolgt von einem Film, mit dem sich die Stadt Wuxi vorstellt. Er hob in seinen Ausführungen vor allem auch die Möglichkeiten wirtschaftlicher Kontakte hervor.

OB Küchler diskutiert die Partnerschaft mit Wuxi

Von links: Oberbürgermeister Ernst Küchler, Heinz-Dieter Roeloffs von der Wirtschaftsförderung
Leverkusen, Hiltrud Meier-Engelen, 1. Vorsitzende des Forum Wuxi-Leverkusen

"Ist das denn nicht eigentlich eine Einbahnstraße?" wurde gefragt. Oder "Was hat Leverkusen denn zu bieten?" Beide Referenten waren einhellig der Meinung, dass unsere Stadt durchaus eine Menge zu bieten hat, neben den weichen Standortfaktoren eine blendende Infrastruktur, eine hervorragende Verkehrsanbindung, die Lage inmitten einer bevölkerungsstarken Region. Aus dem Publikum wurde darauf hingewiesen, dass der Handel mit Japan, später mit Korea auch zunächst einseitig aussah, bis sich Firmen dieser Länder in Deutschland niederließen. Da müsse man ein wenig Geduld haben. Fazit des Abends: Leverkusen lässt sich von der Globalisierung nicht einschüchtern, sondern will die Entwicklung mitgestalten.

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Zur Veranstaltung am 29. August 2006:

Dr. Martin Woesler, Sinologe und Dozent an der Universität Witten-Herdecke, lockte mit seinem Vortrag "Denken Chinesen anders?" mehr als fünfzig Teilnehmer in das Best Western Hotel.  Erfreulich war auch die große Anzahl unserer chinesischen Freunde, die eigens aus Düsseldorf angereist waren.
Die Auflösung der Frage wurde recht spannend hinausgezögert, indem Dr. Woesler klar machte, dass Chinesen dank ihrer Schrift in "Piktogrammen" sehr viel schneller Texte erfassen können.  Daran schlossen sich höchst spannende Ausführungen über den Zusammenhang von Schrift und Sprache in China an.  Dass Chinesen aber grundsätzlich nicht anders denken als Deutsche, könne man z.B. an einem deutschen Kind beobachten, das in China groß wird oder einem chinesischen, das in Deutschland groß wird.
Mit einer Fülle von Beispielen wies der Referent auf unterschiedliche Denk- und Verhal-
tensweisen hin, die sich aus dem jeweilig anderen kulturellen Hintergrund entwickelt
haben. Für das gegenseitige Verständnis hat dieser Vortrag so manche Einsicht gebracht.  Die Zuhörer dankten mit tüchtigem Applaus.
Für das Forum Wuxi-Leverkusen überreichte seine Vorsitzende Hiltrud Meier-Engelen Herrn Dr. Woesler das Buch von Herrn Dr. Finckh über die Sammlung Morsbroich und verband es mit der Hoffnung, dass dies eine Verlockung darstelle, Leverkusen wieder zu besuchen.
Die anschließenden Unterhaltungen ergaben noch erfreuliche Einsichten darin, wie viele chinesische Studenten inzwischen den Weg an deutsche Universitäten finden.

Kurzer Bericht zum Vortrag von Prof. Martin Woesler am 12. 6. 2008 in der Fernuniversität Leverkusen zum Thema "Die historische Entwicklung des Verhältnisses China - Tibet"

Im Jahr der Olympiade in China rückte Tibet durch die gewalttätigen Demonstrationen zum Jahrestag 10.März des Aufstandes von 1959 wieder in das weltweite Interesse. Hierzu Hintergrundwissen zu vermitteln, lud das Forum Wuxi-Leverkusen Prof. Martin Woesler aus München zum Vortrag "Die historische Entwicklung des Verhältnisses China-Tibet" ein. Trotz Fußball-Fieber konnte er seine Ausführungen vor einem wohlgefüllten Hörsaal 4 der Fernuniversität halten. Um das Ende vorweg zu nehmen: Bis heute ist der völkerrechtliche Status Tibets ungeklärt. 1959 vertagte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Beratung dieser Frage auf unbestimmte Zeit. Wie konnte es zu dieser unbestimmten Lage kommen?

Früh schon gab es in der tibetischen Geschichte Verknüpfungen mit China. So heiratete 629 Songtsen Gampo, der Begründer des tibetischen Großreiches, die chinesische Prinzessin Wen Cheng. Der von indischen Mönchen nach Tibet gebrachte Buddhismus entwickelte sich durch Vermischungen mit dem Bön-Glauben zum tibetischen Buddhismus. 1240 unterstellen sich fast alle tibetischen Fürstentümer der mongolischen Herrschaft, die von Ungarn bis China reichte. Der Buddhismus wird zur geförderten Religion, der Sakya-Lama 1260 zum "Reichslehrer" ernannt. Innertibetische Konflikte führen dazu, dass 1578 Altan Khan um Schutz ersucht wurde. Er verleiht dem Abt des tibetischen Klosters Drepung den Titel "Dalai Lama", Ozean der Weisheit.

Dieses Priester-Patronats-Verhältnis lebt im 18. Jahrhundert wieder auf, als die Tibeter Hilfe bei chinesischen Truppen gegen die Dzungaren suchten. Die chinesischen Qing-Kaiser wurden so zu Förderern und Schutzherrn der Lamaismus und errichteten 1723 ein Protektorat über Tibet. Bis zum Ende der Qing-Dynastie 1911 blieb dieses bestehen.

Mit den 1911 einsetzenden Wirren in China schottet sich Tibet bis 1950 von der Welt ab, nachdem es 1913 einseitig seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Am 19. 10. 1950 marschiert die Rote Armee in Tibet ein. Im November wird der 15-jährige 14. Dalai Lama vorzeitig inthronisiert. Zusammen mit dem Panchen Lama wird er 1951 nach Peking zitiert und unterzeichnet dort das 17-Punkte-Abkommen der "friedlichen Befreiung", in dem Chinas Souveränität über Tibet anerkannt wird, im Gegenzug die Unantastbarkeit des traditionellen Regierungssystems in Tibet, die Anerkennung des Dalai Lama und die Religionsfreiheit zugesichert werden. An diese Seite des Abkommens hält sich China allerdings nicht. So kommt es 1959 zu einem Aufstand der Tibeter, die sich keineswegs friedlich befreit fühlen. Er wird blutig niedergeschlagen. Es soll 80 000 Tote gegeben haben. Der Dalai Lama kann nach Indien fliehen.

Die von Mao Zedong in den 70er Jahren ausgerufene Kulturrevolution richtet auch in Tibet verheerende Schäden an. Nur wenige Klöster beleiben unzerstört.

Der Dalai Lama legt 1987 sein 5-Punkte-Programm vor, in dem erneut auch Verhandlungen zwischen dem tibetischen und chinesischen Volk zur Klärung des zukünftigen Status Tibets gefordert werden.. Am 5. 10. 1989 erhält der Dalai Lama den Friedensnobelpreis.

Seit einigen Jahren bemüht sich China, Tibet als Touristenland zu entwickeln. Klöster werden wieder aufgebaut, ausgewählte Jugendliche als Mönche zugelassen. Eisenbahnen und Autobahnen rücken das Land näher an die dichtbevölkerten Gebiete Chinas heran. Chinesen siedeln in Tibet. In Lhasa sind die Tibeter bereits in der Minderzahl.

Jedes Jahr am 10. März erinnert die tibetische Bevölkerung in Demonstrationen an den Aufstand von 1979. In diesem Jahr kam es wieder zu Gewalttätigkeiten auch von Seiten tibetischer Mönche, etwas, dass der Dalai Lama streng verurteilt.

So blieb denn in der angeregten Diskussion die Frage, ob die inzwischen angelaufenen Gespräche zwischen der tibetischen Exilregierung und China zu einem Ergebnis führen werden.

Dr. K. Naumann, Dr. A. Kraatz, H. Meier-Engelen


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Leverkusen, den 2. 3. 2008

Konfuzius und sein Wirken in China zu allen Zeiten

Am 28. Februar lud das Forum Wuxi-Leverkusen in das Best Western Hotel ein zu einem Vortrag dieses Themas. Dozent war Prof. Vittinghoff, Sinologe an der Universität Köln. Sein Vortrag war so lebendig und faszinierend, dass niemand merkte, wie die Zeit verflog. Zweieinhalb Stunden "China und Konfuzius" und noch immer wurde Herr Prof. Vittinghoff mit Fragen bestürmt.

Meister Kong, Kong Fu Zi, 551-479 v.Chr., wurde uns dargestellt als erfolgloser Ratgeber der Politik, aber als sehr erfolgreicher Lehrer. Er setzte an die Stelle des Adels von Geburt den Adel des Geistes. Auf ihn geht die Tradition des gelehrten Beamtentums in China zurück, die bis zum Jahre 1906 Bestand hatte.
"Seine Lehren haben ein unglaublich integratives Element", führte Prof. Vittinghoff aus. Zu allen Zeiten erfuhren sie Erweiterungen, Anpassungen wie z.B. in der Auseinandersetzung mit dem Buddhismus oder Taoismus.
Besonders interessierte die Zuhörer die Bedeutung des Konfuzianismus in der jüngeren chinesischen Vergangenheit.
Den Umgang der Volksrepublik (ab 1. 10. 1949) schilderte er uns in 5 Phasen:
    1. Phase (1949-1954) Festlegung des Klassenstandpunktes des Konfuzius und seiner Anhänger.
    2. Phase (1954-1957) Positiv-kritische Haltung gegenüber dem kulturellen Erbe
    3. Phase (1957-1960) Hochschätzen der Gegenwart und Geringschätzung der Vergangenheit
    4. Phase (1961-1969) Anti-Konfuzianismus-Haltung, gipfelnd in der Großen Proletarischen               Kulturrevolution
    5. Phase (1969-1975) Ideologisierung führt zur Anti-Konfuzius-Anti-Lin Biao- Kampagne.
Heute gilt Konfuzius wieder als Galionsfigur, als der große Lehrer der Nation, wobei der Neukonfuzianismus erneut funktionalisiert und systemstabilisierend eingesetzt wird.
In aller Welt werden Konfuzius-Institute gegründet. (Anmerkung: In Deutschland gibt es bereits mehr Konfuzius-Institute als in den USA.)
Selbst bei dem späten gemeinsamen Abendessen blieb Konfuzius Thema. Man ging erst auseinander, nachdem Prof. Vittinghoff versprochen hatte, zu einem weiteren Vortrag nach Leverkusen zu kommen.

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Leverkusen, den 29. 6. 2007

Neumondfest im Neuland - Park

Plakat zum Neumondfest

Mit dem Neumondfest möchten wir einen anderen "neuen Blick" auf unsere Stadt eröffnen: Leverkusen im Verbund mit Städten in aller Welt, verbunden seit 2005 auch mit der Stadt Wuxi in der Provinz Jiangsu, China. Der im Mai 2006 errichtete Drachenpavillon im Neuland - Park ist ein Geschenk der Stadt Wuxi an die Stadt Leverkusen.

Wir, das Forum Wuxi - Leverkusen e.V., haben uns die Aufgabe gestellt, diese Partnerschaft aus der Bürgerschaft heraus mit Leben zu erfüllen, Kenntnisse über Land und Leute zu vermitteln, kulturellen Austausch anzustoßen, aber auch wirtschaftliche Belange zu befördern.

Um eine noch größere Aufmerksamkeit auf diese Wirtschaftspartnerschaft zu lenken, werden wir zusammen mit der Stadt die erste China-Woche in Leverkusen ausrichten unter dem Titel

Neumondfest im Neuland - Park.

Gewählt haben wir ihn in Anlehnung an das chinesische Mondfest, nur haben wir am 11. September 2007 gerade Neumond.

Für das Fest wird neben dem Drachenpavillon im Neuland - Park ein schönes großes Zelt errichtet. In einem umfangreichen Programm werden verschiedene Aspekte chinesischen Alltags beleuchtet: Kunst, Musik, Tanz, Arbeitswelt, Stadt- und Gartengestaltung, Medizin, Lukullisches...

Als Partner unserer Veranstaltung konnten wir bereits die Lanxess AG gewinnen. Herr Dr. Axel Heitmann, Vorstandsvorsitzender von Lanxess und Ehrenbürger der Stadt Wuxi hat die Schirmherrschaft für das Fest übernommen.

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Leverkusen, den 13. 4. 2007

PRESSEMITTEILUNG

In Jiangyin steht ein Hofbräuhaus...

21 Bürger aus Leverkusen zogen aus, um Wuxi und Umgebung zu erkunden. Begeistert von einer rundum interessanten Reise kehrten sie gestern in ihre im Vergleich zu Wuxi winzige Heimatstadt zurück. Die wunderschönen Parks, die großen Tempelanlagen, Gedenkstätten für heldenhafte Vorbilder aus vergangener Zeit, Fahrten auf dem Tai-See und dem Xi-See haben unvergesslichen Eindruck gemacht. Neben Wuxi wurden Suzhou, berühmt für seine traditionellen Gärten, und Hangzhou besucht. Die Chinesen sagen: "Im Himmel gibt es das Paradies, auf Erden Hangzhou und Suzhou."Mit dem Wasserdorf Zhouzhang verbindet sich der Begriff "Venedig des Südens". Da alles durch den Sonnenschein in wunderbarem Licht lag, ergingen sich die deutschen Gäste in wahren Foto-Orgien.

Gleich zu Beginn wurde die Leverkusener Bürger durch Bürgermeister Gong feierlich begrüßt und mit einem Bankett geehrt. Leverkusen als einzige deutsche Partnerstadt von Wuxi genießt einen hohen Stellenwert. So wurde der Wunsch nach Besichtigung einer Schule auch sogleich in die Tat umgesetzt. Der Schulleiter Sun Jun Tai persönlich erläuterte das Curriculum der AMBF, einer Schule für Maschinenkunde, Elektronik und Technik (Sino-German Senior Professional and Technical School in Wuxi) für 5000 Schüler, von denen 2000 auch auf dem Campus der Schule wohnen. Ein Rundgang überzeugte von dem absolut modernen Standard. Anders als in Deutschland findet die gesamte Berufsausbildung in der Schule statt. Die enge Zusammenarbeit z.B. auch mit den deutschen Firmen ermöglicht jedoch auch schon während der Schulzeit Praktika in den Firmen. Ein Besuch bei Lanxess durfte natürlich nicht fehlen. Wunderte sich die chinesische Reisebegleiterin Frau Gao zunächst über diesen noch nie von einer Gruppe geäußerten Wunsch, so war sie doch von den Informationen über Umweltschutz und Arbeitssicherheit sehr angetan.

Bhuddastatue bei Wuxi 
88m hohe Buddhastatue bei Wuxi
Überreichung der Leverkusenfahne Dr. Persigehl, Lanxess, erhält eine Leverkusenfahne

Chinesischer wurde es dann wieder bei dem Besuch einer Perlenzuchtstation in Wuxi, einer Seiden-
spinnerei in Suzhou und einer Teeplantage bei Hangzhou.

Jiangyin, ein nach chinesischen Maßstäben kleiner Stadtteil von Wuxi (nur 1,8 Millionen Einwohner), war die vorletzte Station der Reise. Unter einer der größten Hängebrücken der Welt auf den Yangtze blickend wanderten die Gedanken wieder in die Heimat an den Rhein. Sollte jemand Heimweh bekommen haben, so konnte er dies am Abend auf Einladung von Herrn Cao, der auch Eigentümer des Deutsch-Chinesischen Center in Düsseldorf ist, in echt bayerischem Bier ertränken. Mitten in Jiangyin steht sein Hofbräuhaus, in dem unter strenger Aufsicht aus München Bier gebraut wird. Dazu reicht Herr Cao Radi, Würstchen, Sauerkraut und Brezeln. Wo er die herbekommt? Von Metro in Wuxi! Zum Mondfest im Neulandpark Leverkusen am 11. September 2007 wird er das Essen liefern, dann aber typisch chinesisches !

Shanghai bildete den Schlusspunkt der Tour. Hier wurde noch einmal deutlich, in welchem Tempo China den Anschluss an moderne Zeiten gewinnt. Ein Rundgang durch ein altes Stadtviertel machte den deutschen Gästen deutlich, dass diesen Wohnverhältnisse auch durch eine Sanierung nicht beizukommen ist. Das machte die großflächigen Abrisse verständlicher. 2010 wird in Shanghai die Weltausstellung eröffnet. Bis dahin stehen noch große Bauvorhaben an, wie man im Städtebaumuseum an einem 600 m2 großen Modell der Stadt betrachten konnte.

Zum Schluss darf man vielleicht noch hinzufügen, dass diese phantastische Reise zu einem unglaublich günstigen Preis stattgefunden hat. Zuzüglich zum Flug waren für die Unterbringung in guten 4-Sterne Hotels, Vollpension, Reisebus mit Fahrer und der von der Gruppe hoch geschätzten Reisebegleiterin Frau Gao in den 10 Tagen nur rund 500 € zu zahlen. Wiederholung nicht ausgeschlossen!

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Zeitungsbericht aus Wuxi

Kopfzeilen von Wuxi Daily  Übersetzung des Artikels aus "Wuxi Daily" vom 3. April 2007 , S. 1
 
Chinesischer Artikel in Wuxi Daily

Besuch aus der deutschen Partnerstadt in Wuxi
Gestern Abend traf sich Herr Gong Peixin, Vize-
bürgermeister der Stadt Wuxi und Mitglied des ständigen Ausschusses des Parteikomitees der Stadt Wuxi, mit der Delegation der Partnerstadt Leverkusen und führte ein freundschaftliches Gespräch mit der Vorsitzenden der FDP - Rats-
fraktion und den Gästen.
Frau Meier-Engelen ist eine alte Freundin unserer Stadt. Herr Gong Peixin stellte den Gästen die wirtschaftliche Entwicklung in Wuxi dar und informierte über die deutschen Unternehmen in Wuxi. Er betonte, dass zwischen Wuxi, Leverkusen und den deutschen Unternehmen eine gute Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaft, der Wissenschaft, des Erziehungs-wesens, der Kultur und des Tourismus bestehe. Die beiderseitige Zusammenarbeit habe noch großes Potential.
Die Partnerschaft zwischen Leverkusen und Wuxi wurde im Juni 2005 beschlossen, wobei Frau Meier-Engelen eine wichtige Rolle gespielt habe. Sie ist Vorsitzende des Forums Wuxi-Leverkusen, das im Dezember 2005 gegründet wurde. In den letzten beiden Jahren hat Frau Meier-Engelen mehrmals als Vertreterin von Leverkusen an den Partnerschaftsveranstaltungen teilgenommen.


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Wuxi International Sister Cities Forum
on Educational Internationalization

12. bis 15. 11. 2006

Bericht von Hiltrud Meier-Engelen


"China-Tempo!" bemerkte Frau Wang Wu, Vizepräsidentin der Southern Yangtze University, mit einem kleinen Lächeln zu uns gewandt, während sie uns stolz durch ihr Reich führte. In der Tat, in nur drei Jahren hat die Stadt Wuxi einen Campus für 25 000 Studentinnen und Studenten errichtet, eingebettet in eine wunderschön gestaltete Flusslandschaft.

Das ist überhaupt etwas, was dem Besucher in Wuxi auffällt: Die vielen gepflegten Parks und die breiten Grünstreifen längs der großzügig angelegten Straßen. Bei all der rasanten Bautätigkeit achtet man doch auch auf gestalterische Elemente.

Die chinesische Stadt hatte zum Städtepartnerschaftsforum mit dem Thema "Internationalisierung der Bildung" Gäste aus aller Welt eingeladen, und sie kamen - aus Australien, Japan, Korea, Malaysia, Neuseeland, Russland, USA und vielen europäischen Staaten. Als Vertreterin der einzigen deutschen Partnerstadt von Wuxi wurde mir eine bevorzugte Behandlung zuteil, die sich zum Beispiel darin ausdrückte, dass ich gleich nach dem Kollegen aus der japanischen Partnerstadt Sagamihara meine Rede zur Bildung in Deutschland und den Angeboten in Leverkusen halten konnte. Bei einem Tagungsprogramm, das morgens um kurz nach 8 Uhr begann und bis zum späten Abend mit 26 Reden gefüllt war, konnte ich da noch der Aufmerksamkeit des Auditoriums gewiss sein.

Wuxi International Sister Cities Forum 2006

Das Anliegen dieser Konferenz erläuterte Herr Wang Bintai, Generaldirektor der Bildungsbehörde der Provinz Jiangsu, in der Wuxi liegt. Seinen Ausführungen durfte ich u. a. entnehmen, dass man beeindruckt ist von den deutschen Bildungs- und Lehrplänen. Die Zielsetzung in der Bildung in China ist allerdings eine sehr pragmatische: Ohne gute Bildung und Ausbildung kein Fortschritt in der Wirtschaft. Dagegen stellte ich den bei uns vertretenen Ansatz, dass Bildung zunächst einmal der "Menschwerdung" dient, sich also an den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Einzelnen ausrichtet. Ist dies eingebettet in eine Erziehung zur Stärkung der sozialen Fähigkeiten, dient auch dies der Gesellschaft insgesamt.

Da keine Diskussionen vorgesehen waren - wahrscheinlich ahnte man, dass Bildungsdiskussionen ins Unendliche führen können - fanden Aussprachen beim Essen oder Tee statt. "Was können wir den Chinesen denn überhaupt noch bieten?" meinte Prof. Valeau aus Baton Rouge, USA, einer der ausländischen Berater des Wuxi Education Office. Offenbar geht auch in den USA die Furcht vor der Globalisierung um. Gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, den wir deutlich, wenn auch nicht gerade philosophisch so fassten: "Wenn wir uns aus Angst einkapseln und im Jammer baden, wird die Geschichte so mit uns umgehen, wie wir mit einer Dose Ölsardinen, die ihr Verfallsdatum überschritten hat."

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sowohl die Australier als auch die Neuseeländer aus dem Zustrom chinesischer Studierender einen blühenden Geschäftszweig gemacht haben. Wir müssen in Deutschland davon nicht ausgeschlossen bleiben, denn es wurde mehrfach betont, dass Chinesen und Deutsche in ihrer Einstellung zu Bildung und Arbeit vieles gemeinsam haben. Ein Lehrer der Berufsschule sagte uns sogar, dass ihm das Erlernen der deutschen Sprache viel leichter gefallen sei als das Englische, es sei systematischer!

Der nächste Tag war der Besichtigung der Universität und von Schulen gewidmet. Ein Blick in die Berufsschule belehrte uns: Hier ist man auf modernstem Stand. Einer der Maschinensäle ist mit Unterstützung der Firma Bosch eingerichtet worden. Die Schülerinnen und Schüler haben ihren Arbeitsplatz bei dieser Firma in Wuxi schon so gut wie sicher.-  Mit fröhlichem Blumenschwenken wurden wir in der koreanischen Schule von den Jüngsten begrüßt. Dass man dort auch früh Englisch lernt, bewies uns ein Erstklässler, als wir in seinen Klassenraum hineinkamen: "O no, o my god!"

Alle Teilnehmer lobten, dass die Stadt Wuxi zu einem solchen Bildungskongress eingeladen hat und sich an Erfahrungen anderer Länder so interessiert zeigte. Befördert wurden dabei sicherlich nicht nur die Kontakte zu Wuxi sondern auch die zwischen den vertretenen Institutionen der Gäste. So werden wir wohl in Leverkusen nicht nur Gastschüler aus Wuxi erwarten dürfen, denn ein Besuch aus Hamilton, Neuseeland, ist schon fest versprochen.

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